Historie
Historie
Gegründet wurde die Sektion als „Deutscher & Österreichischer Alpenverein Sektion Garmisch“ im Jahr 1887 durch Max Byschl.
1901 begann die Ära von Adolf Zoeppritz, unter dessen Vorsitz der Weg durch die Höllentalklamm und der Bau eines Unterkunfthauses auf dem Kreuzeck und dem jetzigen Wankhaus vollendet wurde.
In den Jahren 1919-23 fand ein beachtlicher Mitgliederzuwachs statt und es
bildeten sich mehrere eigenständige Gruppen innerhalb der Sektion:
1919 eine Skiabteilung
1920 eine Bergsteigergruppe
1921 eine Jugendgruppe
Als Skihütte wurde im Sommer 1920 die Stuibenhütte gebaut, die Platz für höchstens
16 Personen hatte.
1921 gründeten verschiedene Sektionen bei der Hauptversammlung in Augsburg
eine Vereinigung zur Überwachung der Bergwelt und zur Rettung Verunglückter und
gaben ihr den Namen „Bergwacht“. So entstand die sektionseigene Bergwacht für
Garmisch-Partenkirchen im Jahr 1923 auf Anregung von E. Salisko.
1921 wurde die Oberreintalhütte nach den Plänen von Otto Blümel fertiggestellt.
Die Eröffnung der Kreuzeckbahn 1926 und der Wankbahn 1928 brachte den beiden
Sektionshäusern Kreuzeck und Wank ein ganz neues Publikum.
Die Kriegsjahre gingen für die Sektionshütten und –wege nicht spurlos vorüber. In der Stuiben- und Höllentalklammhütte wurde eingebrochen. Sämtliches Inventar, und sogar die Fenster wurden geraubt. Viele Wegeanlagen, seit 1940 nur mehr notdürftig instandgehalten, waren zerstört.
Unter diesen Voraussetzungen suchte die Sektion einen neuen Anfang.
Auf Anregung von Alois Adam im Jahr 1950 soll ein Nachrichtenblatt, mehrmals jährlich erscheinend, künftig den Kontakt zwischen Vorstandschaft und Mitgliedern verbessern.
1952 fanden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen im Kreuzeckhaus statt. Das Blechdach wurde erneuert und Veränderungen im Innern des Hauses wurden durchgeführt.
1954 hat der Deutsche Alpenverein die von Fritz Lense bearbeiteten „Zehn Naturschutz-Gebote“ herausgegeben und allen Sektionen besonders empfohlen. Auch unsere Sektion hat diese Naturschutz-Gebote sich zu Eigen gemacht und allen Mitgliedern eindringlich zur Beachtung ans Herz gelegt. 1960 sollte dieser Naturschutzgedanke nach außen und innen durch Naturschutzwarte vertreten werden.
1968 plant die Bayrische Zugspitzbahn AG das Alpspitzgebiet mit einer Großkabinen-
bahn zu erschließen (Bergstation Alpspitzschulter). Der Naturschutzwart und die ganze
Vorstandschaft nahmen hierzu kritisch Stellung und konnten dazu beitragen, dieses
Projekt zu verhindern.
1972: Das von der Sektion zu betreuende Wegenetz streckt sich von der Leutasch
bis zum Plansee und vom Esterberg bis nach Lermoos. Durch ein Abkommen des DAV
mit dem OEAV sollen alle Wege mit einheitlichen Nummern versehen werden.
1973 übernimmt unsere Sektion nach langen Verhandlungen mit der Sektion Bayerland die Meilerhütte. In einer Kampfabstimmung wird mit einer 2/3-Mehrheit die Übernahme beschlossen. Helmut Pfanzelt erklärt sich bereit das Referat Meilerhütte mit allen daraus entstehenden Konsequenzen zu übernehmen. 1979 übergibt der Lions-Club Garmisch-Partenkirchen unserer Sektion eine Biwakschachtel. Sie ist bestimmt für einen Standplatz auf der Schüsselkarspitze, einem stark besuchten Klettergebiet. 1986: Die Stuibenhütte erhält an der Ostseite einen Anbau, der aus einem Wasch-, Ski- und Trockenraum und einem Keller besteht. Die Quelle unter dem Gaifkopf wird mit drei getrennten Schächten neu gefasst. Die Hütte ist nun wieder aus-
reichen mit Wasser versorgt.
In diesem Jahr schlug ein Blitz eine Litze aus dem Tragseil der Materialseilbahn
der Meilerhütte. Das schwere Seil wurde größtenteils durch freiwillige Helfer der
Sektion ausgewechselt.
1990: Bei dem Planfeststellungsverfahren für die Ortsumfahrung Farchant und
Garmisch-Partenkirchen konnte der DAV maßgebliche Verbesserungsvorschläge
einfließen lassen. Entgegen der ursprünglichen Planung die Trasse direkt an der
Siedlung Weidlegraben vorbeizuführen, wurde von uns der Vorschlag gemacht,
die Anbindung an den Golfplatz Burgrain zu verlegen. Dadurch konnte der Grau-
erlen-Auwaldgürtel zwischen der Siedlung Weidlegraben bis zur Kläranlage er-
halten bleiben.
Im selben Jahr konnte eine 13 Meter hohe Kunstkletterwand in der Turnhalle des
Werdenfels-Gymnasiums fertig gestellt werden.
1994 wurde auf dem Adolf-Zoeppritz-Haus die komplette Küche saniert, um eine
neue Konzession zu erhalten. Auf der Oberreintalhütte konnten in diesem Sommer
die Planung des neuen Energiekonzeptes umgesetzt werden. Auf das Hüttendach
wurden 20 Solarmodule montiert, sowie ein Miniwasserkraftwerk mit einer Pelton-
Turbine installiert. Somit konnte die Hüttenbeleuchtung, Kühlschrank und Kleinge-
räte betrieben werden.
1997 feierte die Oberreintalhütte ihren 75. Geburtstag.
Am 11. Juni diesen Jahres fand das Richtfest für die Generalsanierung der Meiler-
hütte statt. Wegen Wintereinbruch mussten in diesem Jahr die Bauarbeiten ein-
gestellt werden.
1998 konnten nach zweijähriger Bauphase die Sanierungsarbeiten auf der Meiler-
hütte beendet werden.
2000: Im September wurden zwei Wirtstuben am Wankhaus nach dem verstorbenen Schorsch Vogl benannt.
In diesem schneereichen Winter fegte eine riesige Staublawine das „stille Örtchen“ vor der Oberreintalhütte weg. Werner Lindauer ließ ein kleines provisorischen „Häuschen“ per Hubschrauber einfliegen.
2002 wurde unter Bauleiter Werner Lindauer das neue Bio-Toilettenhäuschen auf dem Oberreintal fertig gestellt.
2003 projektiert der nach dem verstorbenen Michael Dorfleitner Kletterhalle e. V. das „Projekt Kletterhalle Garmisch-Partenkirchen“ Die Planung wurde im Bereich des Alpspitz-Wellenbades anvisiert.
2004 konnte die neu erbaute Marienkapelle direkt neben der Meilerhütte eingeweiht werden.
2005: Im Dezember wurde mit den Bauarbeiten der neuen Boulderhalle neben dem Alpspitz-Wellenbad, unterstützt durch den Kletterhalle e. V. begonnen werden.
2006 feierte das Adolf-Zoeppritz-Haus am Kreuzeck sein 100-jähriges Bestehen.
In diesem Jahr im Oktober dieses Jahres fand die Einweihungsfeier der Boulderhalle statt.
2007: Im Juni wurde ein neues Kreuz am Ostgipfel der Dreitorspitze aufgestellt.
Im gleichen Jahr wurden auf dem Kreuzeckhaus neue Wasserleitungen verlegt und
Heizkörper montiert. Die alte Dampfheizung wurde gegen einen Stückholzbrenner
ausgetauscht. Für eine Winterperiode werden etwa 300 Kubikmeter Feuerholz bevor-
ratet. Hierzu wurde ein neuer Lagerschuppen errichtet.
2008: Der jährliche Aufbau und das Herrichten der Höllentalklamm bescherten wegen
des schneereichen Winters viel Arbeit. Mit Sprengarbeiten wurde der Stollendurch-
gang von Lawinenresten befreit.
Chronologie der Vorsitzenden:























